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05.06.2016 09:43 Alter: 1 year

ZEHN JAHRE PARTNERSCHAFT ZWISCHEN BAD AIBLING UND CAVAION

Alte Freunde treffen und neue finden   Grund zum Feiern gab es in der Stadt Bad Aibling: Ihre Partnerschaft mit der Comune de Cavaion in der Provinz Verona besteht seit nunmehr zehn Jahren. Erste Kontaktgespräche mit den Italienern hatte es bereits im Jahr 2001 gegeben.


Bad Aibling – Der Höhepunkt der gut gepflegten Partnerschaft mit Cavaion war die offizielle Zehn-Jahres-Feier im großen Sitzungssaal des Aiblinger Rathauses. Die Veroneser waren mit dem Bus angereist und erlebten in der Kurstadt ein umfangreiches Programm.

Bürgermeister Felix Schwaller hieß die 57 Gäste aus der Partnerstadt sowie eine beachtliche Zahl Mitglieder vom Freundeskreis und einigen Vereinen im gut besetzten Sitzungssaal willkommen. Besondere Grußworte richtete er an seine Kollegin, Bürgermeisterin Sabrina Tramonte, und Giancarlo Sabaini, der vor zehn Jahren als Bürgermeister die Vertragsurkunde unterschrieben hatte.

Schwaller erinnerte an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als für die Deutschen die Grenze nach Italien offen wurde und die Möglichkeit bestand, die Schönheiten des Landes und Kulturstätten wie Verona zu besuchen. Der Bürgermeister sprach von der notwendigen Pflege der Freundschaft und erinnerte an erlebnisreiche und schöne Begegnungen, die es trotz der Sprachgrenze gibt.

Dass Alois Pöschl, auf dessen Initiative die Partnerschaft entstand, nicht mehr lebt, bedauerte Schwaller. Dank sagte er den Vertretern der VHS, die mit ihren Sprachkursen viel dazu beitragen, dass die Verständigung mit den Freunden aus Italien möglich ist. Abschließend ging Schwaller auf einige Gedanken zur Entwicklung von Europa und die Bedeutung der Partnerschaft ein.

Giancarlo Sabaini erinnerte an einige auch humorvolle Ereignisse bei der ersten Begegnung mit den Bürgern von Bad Aibling und die Ausdauer beim Miteinanderfeiern. Auch er dankte für die Freundschaft und Partnerschaft.

Bürgermeisterin Sabrina Tramonte zeigte großes Interesse an der Kultur und an der Schönheit der bayerischen Landschaft, von der sie sehr begeistert sei. Auch sie erinnerte an freundschaftliche Begegnungen und sprach von der Notwendigkeit, die Partnerschaft weiterhin zu pflegen. Mitgebracht hatte sie Nicolo Polinari, den Bürgermeister der Jugend, der von Treffen mit deutschen Schülern berichtete.

Als den verlängerten Arm in Sachen Partnerschaft bezeichnete Irmi Gruber den am 30. Juli 2008 gegründeten Verein Freundeskreis Cavaion. Dieser trägt mit einem vielfältigen Programm dazu bei, dass die Kontakte gepflegt werden, wobei Sport, Musik und Kunst besonders im Fokus stehen. „Dabei finden Treffen mit alten Freunden statt und neue werden gewonnen“, so Gruber abschließend.

Warum die Initiative von ihrem Ehemann Alois Pöschl und ihr zur Partnerschaft mit Cavaion kam, begründete Irmgard Pöschl mit dem Wunsch, „dass Menschen nicht mehr auf einander schießen“. Des Weiteren sei es ihnen darum gegangen, die italienischen Nachbarn besser kennen und lieben zu lernen. Pöschl wünschte sich, dass die Partnerschaft mit Cavaion lange bestehen möge.

Nach dem Geschenkaustausch zwischen den beiden Bürgermeistern wurden alle Stadträte und eine große Zahl von Freunden mit einer Flasche Wein und einem Glas Honig erfreut. Nach dem anschließenden kalten Büfett gab es viel Gelegenheit zu Gesprächen.

Mit alpenländischer Musik wurde das Fest von einer Gruppe des Musikfördervereins unter Johanna Höbl gestaltet. Schwaller dankte allen, die zum Gelingen des Festes beitrugen. Besonders erwähnte er Sabine Bauer, die als Dolmetscherin dafür sorgte, dass man sich gegenseitig verstand. Für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung wurde außerdem Elisabeth Geßner gedankt.

Wenn die Gäste zurück in Cavaion sind, können sie von einem Besuch der Rokokokirche in Rott am Inn, dem Besuch der Confiserie Dengel in Zainach, dem Besuch der Gaststätte am Erlensee, dem Pfingstfest im Bierzelt und abschließend einer kleinen Wanderung in einer Filze berichten, wo noch vor Jahren Moor verarbeitet wurde. og